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DRK rüstet sich für die Zukunft

Oppenau (Hu). Tabellarisch lässt sich das kaum darstellen was Bereitschaft und Jugendrotkreuz des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverein Oppenau, im Jahresverlauf „mit Einsatz, Zusammenarbeit und Herz“ zum Wohl der Bevölkerung ehrenamtlich leisten – gekrönt von den Leuchtturmprojekten „Helfer vor Ort“ und neuerdings „Defibrillatoren für Oppenau“. Die Bereitschaftsleitung mit Timon Schlemelch und Florian Hebding fasste bei der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus vieles davon zusammen unter der Überschrift „Gemeinsam für Oppenau – Hilfe, die ankommt!“. 

Die Oppenauer Rotkreuzler sichern mit ihrem Sanitätsdienst Veranstaltungen in Oppenau (Rosenmontag oder Stadtfest u.a.) ab, unterstützen in ähnlichen Aufgaben auch das DRK Oberkirch. Oppenauer waren im Dienst bei der Fußball-EM in Stuttgart und bei den Festivals „Wacken“ sowie „Rock am Ring“. Mehrere „Einsatzleiter vom Dienst“ (koordinieren im Ortenaukreis die Erstmaßnahmen) kommen aus Oppenau. Einsatzleiter Christian Hebding hat darüber hinaus den „Zugführer“ gemacht für die Verantwortung bei größeren Schadenslagen.  

„Regelmäßig führen wir Rotkreuzkurse durch, ganz individuelle für Vereine oder Unternehmen“, so Timon Schlemelch. Herausgehoben wurde das „Teamwork“ mit der Feuerwehr: Erste-Hilfe-Ausbildung für 65 Feuerwehrleute, gemeinsam mit der Wehr verschiedene Sanierungen im Feuerwehrhaus (Saal, Keller). Fabian Erlach, Kommandant der Abteilung Stadtwehr, brachte das im Grußwort auf den Punkt: „Freunde in einem Haus, wir wachsen wieder mehr zusammen“. 

Drei Blutspende-Aktionen brachten 526 Blut-Konserven. Für den Digitalfunk als die zuverlässige Kommunikation mit Rettungsdienst und anderen Einheiten hat man für Fahrzeuge und tragbare Geräte 13.000 € investiert. „Damit sind wir seit vorne und das auch danke einer großzügigen Spende durch eine Einzelperson“, freute sich der DRK-Vorsitzende Manfred Huber. 

19 ehrenamtliche Sanitäter aus dem Ortsverein und dem DRK-Ortsverein Bad Griesbach sind als „Helfer vor Ort“ im Einsatz, es gab 61 Einsätze. „Unsere Ankunftszeit nach der Alarmierung liegt im Schnitt zwischen vier und für Minuten“, hoben Timon Schlemelch und Florian Hebding hervor. Vorstand Manfred Huber mit größter Anerkennung: „Viele von ihnen arbeiten hauptberuflich im Rettungsdienst und beteiligten sich trotzdem noch ehrenamtlich in der Gruppe“.

In einem eigenen Video-Clip präsentierte sich das Jugendrotkreuz: Wöchentliche Gruppenstunden, Hüttenwochenende, Wettbewerbe, Notfalldarstellung, Menschenkicker-Turnier oder Captain-Future-Qualifizierung. 

Für Kassiererin Martina Dichtl stellte der 2. Vorsitzende Daniel Huber den Kassenbericht 2024 wie auch den Wirtschaftsplan 2025 vor. Letztere umfasst für die persönliche Schutzausrüstung unter anderem auch neue Helme. Kassenprüfer Walter Hoferer bescheinigte Martina Dichtl eine „einwandfreie Arbeit“. 

Den Dank der Stadt Oppenau überbrachte Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Jörg Peter. „Wir sind froh über diesen aktiven Ortsverein, die Leute helfen selbstlos in der Not Einzelner wie auch in der Gemeinschaft.“. Der Katastrophenschutz werde immer mehr Bedeutung bekommen. Weiter: „Wir brauchen im Oberen Renchtal eine Rettungswache, ohne die Helfer vor Ort würde die Notfallversorgung derzeit nicht funktionieren, das ist traurig“. 

„Oppenau ist Aktivität mit einer tollen Arbeit“, richtete Joachim Hurst als Vorstand/Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverband Ortenau den Dank an alle. Am Beispiel der kürzlichen erfolgreichen Suche nach einem Zweijährigen in Hornberg zeigte er sich hocherfreut: „Das Zusammenspiel der Ehrenamtlichen funktioniert“.  Die „unkomplizierte Zusammenarbeit“ hob Carina Roth vom DRK-Ortsverein Bad Griesbach hervor. 

„Als ganz erfreulichen Punkt“, bezeichnete Vorstand Manfred Huber die Verpflichtung der neuen Bereitschaftsmitglieder Lisa Armbruster, Daniel Doll, Philipp Harter und Christiane Mayer durch Peter Richmann vom Kreisverband Ortenau. Das durch Aufsagen der Verpflichtungsformel mit dem Hintergrund: „Jeder soll sich bewusst sein, dass er einer Hilfsorganisation angehört“. 

Stichwort „Defibrillatoren“

Oppenau und die Ortsteile flächendeckend mit Defibrillatoren auszurüsten, diese „junge“ Projekt brachte bereits AED-Geräte an acht öffentlich zugänglichen Standorten. „Das mit der Unterstützung zahlreicher Partner aus Vereinen und Verbänden sowie privaten Spenden, weitere Geräte sind in der Planung“, so Florian Hebding als Initiator neben Susanne Bigott. Vorstand Manfred Huber unterstrich: „Sie wurden schon zu Einsätzen abgerufen“.