Im dritten Anlauf konnte jetzt wieder die Hauptversammlung – in 2020 und 2021 musste sie jeweils wegen Corona kurzfristig abgesagt werden - des Deutschen Roten Kreuzes, Ortsverein Oppenau, stattfinden. Sie gliederte sich in Berichte, Neuwahlen und Ehrungen.
„Auch in der Krise haben wir eine gute Arbeit geleistet“, betonte der Ortsvereinsvorsitzende Manfred Huber. Seit geraumer Zeit gibt es den Tätigkeitsbericht jeden Jahres als kleine gebundene Broschüre, nicht zuletzt als Nachschlagewerk für Mitglieder und Gönner. Timon Schlemelch von der Bereitschaftsleitung hatte das aktuelle Heftchen („Wir sagen danke #füreinander“) zusammengestellt und informierte die Versammlung in geraffter Form für den Zeitraum von 2019 bis 2021.
Bei verschiedenen Einsätzen alarmiert die Leitstelle die Einsatzleiter vom Dienst (EvD) des DRK-Kreisverbandes, derzeit stellt Oppenau drei. „Unsere Einsatzleiter leiteten mehrere Einsätze wie Brand Oberkircher Winzer, Bombenfund Messe Offenburg oder Betreuung am Bahnhof Offenburg“, berichtete Schlemelch.
Eingebunden in das komplexe Hilfssystem des DRK waren bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal Helferinnen und Helfer aus Oppenau sowie ein Zugführer in Einsatz, auch der in Oppenau stationierte Rettungswagen des Bevölkerungsschutzes. Oppenauer Rotkreuzler wirken mit bei Corona-Test- wie auch Impfstationen und bei mobilen Impfteams.
Sanitätsdienste bei Veranstaltungen leistete das DRK vor Corona noch beim Rosenmontagsumzug 2020 Oppenau. Zu Beginn der Pandemie musste die Helfer vor Ort einige Wochen Pause einlegen – das Hygienekonzept wurde aber auf vorbildlich auf eigene Initiative hin sehr schnell entwickelt. „Seit Start im April 2017 bis September 2021 hat die Oppenauer HVO-Gruppen 511 Einsätze gefahren“, informierte Schlemelch.
Radioaktivität im Alltag und im Einsatz, Rettungshunde, Resilienz, Umgang mit der Trage, Badeunfälle, Triage, Zeltaufbau oder Einsatz des Feuerlöschers, das waren Themen der Dienstabende der Bereitschaft in 2021.
„Vieles davon lief online, jetzt sind wir mehr als froh, alles wieder in Präsenz angehen zu können“, zeigte sich Schlemelch erleichtert. Jährlich drei Blutspende gab es auch während der Corona-Zeit, „leider ohne den gemeinsamen Imbiss“. Die schwierige Zeit konnte genutzt werden zur Renovierung des Gruppenraumes und zur Aufrüstung des Materialanhängers – alles in aufwändiger Eigenarbeit.
„Unsere Leute haben sich während Corona selbst Aufgaben gegeben“, zeigte sich Vorstand Manfred Huber sehr erfreut.
Das Mitwirken von Helferinnen und Helfern aus Oppenau an kreisweiten, regionalen oder gar bundesweiten Aufgabenstellungen wie die Katastrophe im Ahrtal bezeichnete er als das „Netzwerk Rotes Kreuz“. Das sei aber auch nur mit der finanziellen Unterstützung durch die Fördermitgliedschaften oder Spenden möglich.
Kassiererin Martin Dichtl stellte ausführlich die Vermögensübersicht mit dem vollzogenen Haushalt 2021 vor und den auch den Wirtschaftsplan für das laufende Jahr. Walter Hoferer, der mit Daniel Huber die Kasse prüfte, lobte die sehr gute Führung der Kassengeschäfte.
Bürgermeister Uwe Gaiser dankte den Rotkreuzlern für die ehrenamtliche Arbeit: „Sie sind ein zentraler Bestandteil der Rettungskräfte, im Besonderen die Helfer vor Ort sind ein Aushängeschild für die vielfältige Arbeit“. Es sei wichtig, gut ausgebildete und schlagkräftige Einsatzkräfte in Oppenau zu haben. Ein wichtiger Punkt für die Bevölkerung seien die Corona-Teststationen des DRK gewesen. „Das DRK hat unsere Kommune in dieser Zeit mit Rat und Tat unterstützt“. Der Bürgermeister weiter: „Wenn ich diese große Runde schaue, bin ich glücklich und stolz über Ihren selbstlosen Einsatz“.
Uwe Trück (DRK Ortsverein Bad Griesbach), Martha Hoferer (Hundestaffel des DRK Kreisverbandes) und Fabian Erlach (Freiwillige Feuerwehr Oppenau) bedankten sich in ihren Grußworten für die vorbildliche Zusammenarbeit.